vlbs-Bezirksverband Koblenz geht in Klausur - Ortsverbände bereiten sich auf Wahlkampf vor

(Andreas Hoffmann) Zur Vorbereitung auf die Personalratswahlen im Mai 2017 trafen sich die Ortsverbandsvorsitzenden des vlbs Bezirksverbandes Koblenz sowie Mitglieder der Bezirksvertreterversammlung am 18./19. November 2016 zu einer zweitägigen Klausurtagung im Moselhotel Hähn in Koblenz-Güls.

Gemeinsam mit Heidi Bonni hatte Willi Detemple, der Vorsitzende des Bezirksverbandes Koblenz, zu dieser Tagung eingeladen.

Nach einer Einstimmung in den bevorstehenden Wahlkampf durch Heidi Bonni und Willi Detemple entwickelten die Klausurteilnehmer in mehreren Workshops Strategien zur Führung eines erfolgreichen Wahlkampfes.

Bild5Eckpunkte hierzu waren:

• erfolgreiche Verbreitung der vlbs Wahlkampfthemen
• effektive Wahlkampfunterstützung der Ortsverbände durch den Bezirks- und Landesverband
• geeignete Imagekampagnen für HPR und BPR Kandidatinnen und Kandidaten des Bezirksverbandes Koblenz
• einprägsame Wahl-Präsente mit passenden Wahlkampfaussagen

Am zweiten Tag der Veranstaltung informierte Willi Detemple die Teilnehmer in seinem Bericht über die zurückliegenden Tätigkeiten des Bezirksverbandes und über die Arbeit des Bezirkspersonalrates, unter anderem über einen noch nicht rechtskräftiges Beschluss des Verwaltungsgerichts Koblenz. Geklagt hatte ein Kollege gegen die nachträgliche Überprüfung seiner Beurteilung durch die ADD im Rahmen der Beförderung von A13 nach A14. Nach dem Urteil dürfen Referenten der ADD die Beurteilung der Schulleitung überprüfen. Es müssen aber eine ausreichende Anzahl von Unterrichtsbesuchen für eine mögliche Aufhebung der dienstlichen Beurteilung durchgeführt worden sein. Des Weiteren muss die Überprüfung bzw. die eventuelle Neuerstellung der dienstlichen Beurteilung durch die ADD so zeitnah erfolgen, dass die entsprechenden Beförderungen zum 18. Mai erfolgen können und sich nicht über den eigentlichen Befördeungstermin hinauszögern.

Bild3Andreas Hoffmann verwies auf den Erfolg der Stufenvertretungen und des vlbs bei der Neuregelung für die Eingruppierung von Sprachförderlehrkräften. Bei der Einstellung von Sprachförderlehrkräften ist der BPR in der Mitbestimmung und prüft die korrekte Eingruppierung und Einstufung der Stellenbewerberinnen und -bewerber. Bei Einstellung von Vertretungskräften direkt an den Schulen über PES oder EQuL ist eine genaue Prüfung der Anerkennung förderlicher Zeiten durch die örtlichen Personalräte notwendig, denn nach erfolgter Einstellung, kann die Einstufung nicht mehr geändert werden.

In seinem Bericht aus dem HPR erläuterte Thorsten Hachmer u.a. die Veränderungen durch die Neuregelung des Ländertauschverfahrens. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Freigabe durch die zuständige Schulaufsicht und die Anerkennung der Lehrbefähigung/Ausbildung durch das Zielland. Anträge auf Versetzung im Ländertausch können, jeweils bis zum 31. Januar des Jahres, nur noch online über ein Portal bei der ADD und auf dem Dienstweg gestellt werden.

Einmal pro Legislaturperiode besucht der HPR die Staatlichen Studienseminare in Mainz, Trier, Neuwied und Speyer, um Informationen über die Ausbildungssituation der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter zu erhalten. Nach Gesprächen mit dem ÖPR der Fachleiterinnen und Fachleiter und dem ÖPR der Referendarinnen und Referendare kristallisierten sich an allen vier Seminarstandorten folgende vergleichbare Problemlagen heraus:
• Termindruck und unzumutbare Belastungen durch den auf 18 Monate verkürzten Vorbereitungsdienst VD18,
• Unbefriedigende Arbeitssituation für Fachleiterinnen und Fachleiter u.a. durch zusätzliche berufspädagogische Vermittlungsfelder wie Inklusion an der BBS, DAZ/DAF und BVJ-S,
• Unzureichende Rückmeldung für die Referendarinnen und Referendare über den persönlichen Leistungsstand während der Seminar-Ausbildung.

Eine abendliche Stadtführung durch die Koblenzer Altstadt und den gerade eröffneten Weihnachtsmarkt rundete die ansonsten sehr arbeitsintensive und für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr informative Klausurtagung ab.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellte diese Klausurtagung einen gelungenen Auftakt für den Wahlkampf zu den Personalratswahlen 2017 dar.

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