Dell kleinBV-Koblenz: Digitale Bildung – Das Notebook im Unterricht

Am 30.08.2018 fand in den Räumen der August-Horch-Schule in Andernach die zweite einer Reihe von Veranstaltungen des Bezirksverbandes Koblenz zum Thema „Digitale Bildung“ statt. Als Referent konnte Joachim Dell, langjähriger Schulleiter der BBS-Westerburg, gewonnen werden.

Mit der Übernahme der Schulleitung in Westerburg traf Joachim Dell schon vor Jahren Maßnahmen zur Förderung des eigenständigen Lernens von Schülerinnen und Schülern. Hintergrund hierfür war die Erkenntnis, dass das Bild von Schule und Lernen auch heute noch an kleinschrittige Prozesse aus einer längst vergangenen Arbeitswelt geknüpft ist. Dementsprechend machen Schülerinnen und Schüler in den ersten zehn Schuljahren die Erfahrung: „Lernen ist eine Leistung, die bezahlt wird.“ Mit dieser Haltung kommen, so Joachim Dell, die Lernenden in den berufsbildenden Schulen an.


Auf die Frage: „Was brauchen Schülerinnen und Schüler morgen?“, gibt es für Joachim Dell klare Antworten. Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, eigenständig, nachhaltig und lebensbegleitend zu lernen. Es geht nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um das Verstehen und das Anwenden. Vor allem aber geht es um die Fähigkeit der Lernenden, selbstständig Probleme zu lösen zu können.

Bereits 2002 wurde mit der Einführung von Notebooks in den Unterrichtsalltag an der BBS-Westerburg ein wichtiger Schritt in diese Richtung und zur Förderung des eigenständigen Lernens getan. Schülerinnen und Schüler werden so in die Lage versetzt, selbst zu recherchieren. In der Kombination mit einem entsprechenden didaktischen Konzept (u.a. problemorientierten Lernaufgaben) wird eigenständiges Arbeiten und Lernen ermöglicht.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen im pädagogischen Alltag sieht Joachim Dell in der ständigen Verfügbarkeit der Notebooks und des Internets nach dem Prinzip des freien Zugangs. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch schülereigene Laptops, welche seit nunmehr 15 Jahren zum Lernen und Recherchieren sowie bei Leistungsnachweisen genutzt werden. Zudem verfügen Lehrkräfte und Lernende auf der Basis eines Rahmenvertrags mit Microsoft stets über die aktuellste Version des Microsoft „Office-Pakets“. Für den Austausch von Materialien wird in den verschiedenen Schulformen die Plattform Moodle genutzt und aufgrund der Zusammenarbeit mit der Firma Datev haben beispielsweise die Klassen der Steuerfachangestellten jederzeit freien Zugang auf die Datev-Software. Joachim Dell räumt dabei allerdings auch ein, dass die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Ausstattung und der Kosten im Westerwaldkreis im Vergleich zu anderen Standorten eher günstig sind.

Zusammenfassend betonte Joachim Dell, dass digitale Medien, ob Notebook, Smartphone oder Tablet, die Werkzeuge von morgen im Schulalltag darstellen. Es gilt, Lernende auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten, einer Welt mit intelligenten Maschinen, vernetzten Gesamtsystemen – einer Arbeitswelt 4.0. „Schulen müssen ein Spiegelbild der Arbeitswelt werden.“

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