Informationen zum TV EntgO-L

In den Links unten gibt es Informationen zum Tarifvertrag über die Eingruppierung und die Entgeltordnung für die Lehrkräfte der Länder (TV EntgO-L).

Die Lehrkräfte, die nach dem TV-L eingruppiert sind, müssen bis zum Stichtag 01.08.2016 entscheiden, ob für sie künftig eine Bezahlung nach der Entgeltordnung für die Lehrkräfte der Länder (TV EntgO-L) günstiger ist und ein Wechsel sinnvoll ist. Hierzu haben die betroffenen Kolleginnen und Kollegen einen Informations- bzw. Auskunftsanspruch seitens der personalführenden Stelle, sprich dem Personalreferat der ADD.

Den Unterlagen beigefügt ist ein entsprechendes Musterschreiben für die Einforderung einer solchen Auskunft.

Lehramtsstudenten als Praktikanten an der BBS!

Die Reform des lehramtsbezogenen Studiums in Rheinland Pfalz hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag in den berufsbildenden Schulen aus. Die Reform der Lehrerausbildung in Rheinland Pfalz schreibt zukünftig für alle Lehramtsstudentinnen/-studenten verpflichtende Schulpraktika vor. So soll eine bes-sere "Verzahnung" zwischen den Fachwissenschaften und den Bildungswissenschaf-ten erreicht werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Lehramtsstuden-tinnen/-studenten frühzeitig ihre Eignung und Neigung für das gewählte Studium überprüfen können.
Ab dem Wintersemester 2007/08 stellen die TU Kaiserslautern und die Uni Koblenz-Landau ihr Studienangebot auf Bachelor- und Masterstudiengänge um. Im Winter-semester 2008/09 folgen dann auch die Universitäten Mainz und Trier.

Ausführliche Informationen zu dieser Reform der Lehrausbildung findet man auf der Homepage des Ministeriums (MBWJK) unter der Adresse "www.bildung-rp.de."

Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die abzuleistenden Schulpraktika für das Studium für das Lehramts an berufsbildenden Schulen:

Wann? Name des Praktikums Dauer
nach 1. Sem. des Bachelorstudiengangs orientierendes Praktikum 10 Tage
nach 2. Sem. des Bachelorstudiengangs orientierendes Praktikum 10 Tage
nach 3. Sem. des Bachelorstudiengangs orientierendes Praktikum 15 Tage
nach 4. Sem. des Bachelorstudiengangs vertiefendes Praktikum 15 Tage
nach 5. Sem. des Bachelorstudiengangs vertiefendes Praktikum 15 Tage
     
nach 1. Sem. des Masterstudiengangs Fachpraktikum 1 20 Tage
nach 2. Sem. des Masterstudiengangs Fachpraktikum 2 20 Tage

Insgesamt haben die Studierenden für das Lehramt an berufsbildenden Schulen also 105 Praktikumstage (in der Regel) an den Schulen abzuleisten, allerdings nicht alle in der Schulart BBS. Denn für alle Lehramtsstudentinnen und -studenten gilt, dass die ersten beiden orientierenden Praktika an einer anderen als der "Zielschulart" abzuleisten sind.
Das bedeutet allerdings auch, dass - hoffentlich - viele Lehramtstudentinnen und -studenten von anderen Schularten ihre ersten beiden Praktika bei uns an der BBS absolvieren werden. Hoffentlich deshalb, weil so eine größere Anzahl von Studentinnen und Studenten ganz allgemein die komplexe Schulart BBS besser kennenlernen. Aber hoffentlich auch deshalb, weil sich vielleicht einige der Studierenden zu Beginn des Studiums noch für das Lehramt an berufsbildenden Schulen "umentscheiden". Denn bekanntlich studieren nur wenige junge Menschen in Kaiserslautern den Lehramtsstudiengang für berufsbildende Schulen.

Natürlich werden die Praktikanten bei uns an den berufsbildenden Schulen nicht allein gelassen. Sie werden von sogenannten praktikumsbetreuenden Lehrern (PBL) begleitet. Auf der Grundlage der Praktikumsordnung organisieren und koordinieren diese PBL die Praktika an ihrer Schule und beraten die Praktikantinnen und Praktikanten bei den gestellten Aufgaben. Sie müssen dabei eng mit den Studienseminaren zusammenarbeiten, denn wegen der Praktika während des Studiums wird der Vorbereitungsdienst ("Referendarausbildung") nach dem ersten Staatsexamen auf 15 Monate verkürzt.

Für diese neue Aufgabe können die PBL auch eine Entlastung in Form einer Stundenermäßigung erwarten. Denn erfahrungsgemäß wird die Betreuung der Praktikantinnen und Praktikanten viel Zeit in Anspruch nehmen: z.B. müssen ein Hospitationspläne erstellt werden, die Kolleginnen und Kollegen müssen für die Unterrichtsbeobachtungen gewonnen werden, die von den Seminaren an die Praktikantinnen und Praktikanten gestellten Aufgaben müssen überprüft werden.

Dr. Peter Kockelmann

 

Bereitstellung von Schulbüchern für Lehrkräfte
Die Auswirkungen des Urteils des OVG Koblenz

Am 26. Februar 2008 entschied das Oberverwaltungsgericht in Koblenz, dass der Dienstherr seinen Lehrkräften die notwendigen Lehr und Unterrichtsmaterialien für die sachgerechte Durchführung des Unterrichts bereit stellen muss. Der Dienstherr wiederum kann sich die Kosten von den kommunalen Schulträgern ersetzen lassen.

Aber auf keinen Fall könne von den Lehrerinnen und Lehrern verlangt werden, dass sie ihre Arbeitsmaterialien aus ihrer Besoldung finanzieren.

Allerdings schränkte das Gericht sein Urteil dahingehend ein, dass der Dienstherr nur dann die Kosten für Lehr- und Unterrichtsmaterialien übernehmen muss, wenn die Lehrkräfte vorher "zum Erwerb ermächtigt" waren. Das bedeutet also, kauft eine Lehrerin/ein Lehrer z.B. ein Buch zum Einsatz im Unterricht ohne die vorherige Erlaubnis ihres/seines Schulleiters, und ohne dass die entsprechende Fachkonferenz die Einführung dieses Buches verbindlich beschlossen hat, so werden ihr/ihm die Kosten nicht von den kommunalen Schulträgern ersetzt. Privat angeschaffte weitere Lehrbücher, die der Unterrichtsvorbereitung dienen können, aber nicht verbindlich eingeführt sind, werden demnach nicht vom Dienstherrn bzw. dem Schulträger bezahlt.

Auf die Schulträger kommen also durch dieses Gerichtsurteil neue Kosten zu. Die auf diesem Weg angeschafften Materialien und Lehrbücher gehen auch nicht in das Eigentum der jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer über, sondern sind z.B. in die Schulbibliothek aufzunehmen.

Die Forderung, dass angeschaffte Bücher über mehrere Jahre genutzt werden sollen, dürfte schwer zu erfüllen sein. Denn bekanntlich ändert sich von Jahr zu Jahr mit einer neuen Auflage auch die inhaltliche Gestaltung der Schulbücher. Spätestens nach drei Schuljahren stimmen dann die Bücher der Schüler und der Lehrer in vielen Teilen nicht mehr überein.
Dr. Peter Kockelmann

OVG: Land muss Lehrern Schulbücher kostenlos zur Verfügung stellen - Pressemeldung vom 14.03.2008